EURE GESCHICHTEN


Die großen Geschichten stehen nicht in Drehbüchern - die großen Geschichten schreibt das Leben! Wir müssen nur unsere Augen öffnen, hinschauen und zuhören.


Künftig wird es regelmäßig bei uns ein Interview von beeindruckenden Polesportler*innen geben , die uns ihre Geschichte erzählen.

#1 mit Megi K.


Zum Start unserer Interviewreihe haben wir die liebe Megi auf der Couch. Wer Megi ist, wie Sie zum Poledance gekommen ist und was der Sport mit ihrem Leben gemacht habt, das könnt ihr jetzt lesen.


Jasmine: Hallo Megi, tausend Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um uns deine Poledancegeschichte zu erzählen.
Stell dich doch mal kurz vor. Wie alt bist du? Woher kommst du und was machst du beruflich ?


Megi:

Hallo liebe Jasmine, ich freue mich sehr, bei dem Interview dabei sein zu dürfen. Mein Alter? Tja…. am 2.April werde ich 52 ( OMG 😱 das ist aber viel) ursprünglich komme ich aus Polen. Schon mit 7 Jahren wusste ich „auch wenn es mir noch nicht klar war, wie ich das anstellen sollte“, dass ich später in Düsseldorf leben werde. Mit 19 ist mein Traum in Erfüllung gegangen… Düsseldorf ist mein Zuhause, hier bin ich glücklich ❤️ Ich bin gelernte Referentin und Bürokauffrau. Seit 18 Jahren bin ich Geschäftsführerin unseres Familienunternehmens.

Unsere Interviews

Jasmine:

Wow, das ist wirklich beindruckend. Du kannst sehr stolz auf Dich sein. Megi, sag mal wann ist in dir der Wunsch entstanden Poledance einmal auszuprobieren??


Megi:

Der Wunsch nach einer besonderen Sportart, welche nicht Jeder ausführen mag war schon immer in mir vorhanden. Es hat jedoch ein bisschen gedauert bis ich Poledance für mich entdeckt habe… ungefähr 45 Jahre 😅😱


Jasmine:

Kannst du dich noch an deine erste Poledancestunde erinnern? Wann und wie war sie?


Megi:

Ohjaaaa…. an meine erste Schnupperstunde kann ich mich sehr gut erinnern, als ob es gestern wäre. Das war Ende September 2015, ich habe bei Facebook ein Angebot von dir mit der Möglichkeit eine Schnupperstunde zu besuchen. Da dachte ich mir - ja!! Das ist es!!!Auweier war ich damals schwach, überhaupt keine Muskeln, Beine und Oberarme wie Streichhölzer, konnte mich weder an der Stange halten, noch 5 cm hoch klettern. 😱😅 Das war mega anstrengend und voll peinlich,  doch ich war happy und die ganze Zeit am Lächeln. Am Ende der Stunde konnte ich mich kaum bewegen, mein Atem raste, ich hatte Schmerzen, blaue Flecken, zitternde Hände und ein fettes Grinsen im Gesicht.😁 🥰 Es hat mich mit Stolz erfühlt, dass ich mich endlich überwunden und getraut habe, Poledance auszuprobieren, da habe ich verstanden, dass es genau das Richtige für mich ist 🥰👍


Jasmine:

Bei deiner Schilderung bekomme ich direkt Gänsehaut. Danke ,dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Die erste Poledancestunde ist und bleibt etwas Besonderes. Megi, was liebst du ganz besonders am Poledance ?


Megi:

Das ist eine wirklich tolle Frage 💕… Es gibt einiges, das ich besonders liebe:

-das ich mich individuell entwickeln kann 👍

-das ich den Alltag vergessen kann 🙌

-das ich den ganzen Körper mit meinem eigenem Gewicht trainieren kann 😊

-das es dabei nicht darum geht, besser als die Anderen zu sein🍀

-das ich gelernt habe selbst einschätzen zu können, wie weit ich gehen kann🙌

-das jeder noch so winzige Erfolg mich zum Strahlen bringen kann😍

-das wir uns beim Training gegenseitig unterstützen können und immer was zum Lachen haben💞

-das wir wie eine Familie sind 💝

-das ich die beste, und dazu auch noch die hübscheste Trainerin mit seeeehr viel Geduld habe ❤️





Jasmine:

Hast du einen Lieblingstrick an der Pole? 


Megi:

Jaaa… es ist definitiv der Leanback/Hangback 🥰, Den liebe ich….. da kann ich einfach so „abhängen“ 😂 Bitte frage bloß nicht nach der Pretzel… dieser Trick macht mich immer noch wahnsinnig 🙈



Jasmine:

Wie oft machst du Poledance und hast du eine Pole zu Hause? 


Megi:

Im Moment viel zu wenig, aber das wird sich bald wieder ändern.Auf diesen Moment freue ich mich jetzt schon wahnsinnig.Eine Pole habe ich zu Hause auch, die musste ich leider wegen des Hochwassers im Juli abbauen. Wenn das Zimmer zu Ende saniert wird, kann ich mit dem Training wieder anfangen.



Jasmine:

Apropos Hochwasser, wie gehst du mit Rückschlägen um ?


Megi:

Tja… die gab es… gibt es… und es wird sie immer wieder geben, aber ich gebe niemals auf. Ich war schon immer anders, daher kann kaum jemand merken (außer DU), wie es mir wirklich geht. Das Motto, welches mich seit vielen Jahren begleitet, lautet: „Fallen-Aufstehen-Weitergehen“ Ich bin der Meinung: „Wer riskiert, der kann verlieren. Wer nicht riskiert, der hat verloren“



Jasmine:

Das ist eine fantastische Lebenseinstellung und sehr inspirierend. Wer oder was motivert dich ?


Megi:

Was mich motiviert?Hmmm…. Ich denke die Vielfalt an den Trainingstunden.  Jede Stunde ist ähnlich und doch so anders. Mal klappt es, mal klappt es nicht. Aber jeder noch so kleinste Fortschritt ist ein Genuss, und ich strahle von innen aus über beide Ohren. Das ist Motivation🤩


Jasmine:

Hast du noch sportliche Ziele die du gerne erreichen möchtest ? 


Megi:

Auf jeden Fall. Den Lockdown habe ich schon für die Ausbildung zum Fitness-  und Yoga-Trainer Lizenz genutzt, jetzt würde ich gerne die Poledance Ausbildung für Anfänger absolvieren. 🥰 Es ist nämlich nie zu spät um Fortschritte zu erzielen, oder sich weiter zu entwickeln. Was jedoch noch Schöner ist, wenn man seine Träume leben kann und nicht sein Leben träumt 🙌💕


Jasmine:

Jetzt kommen wir auch schon zur letzten Fragen. Welchen Tipp möchtest du der Poledance Community noch mitgeben ?


Megi:

Liebe Poledance Community, denk immer daran: -Das Glück ist mit den Fleißigen 🍀-Nach jedem Regen, scheint die Sonne, somit seid nicht traurig, wenn mal etwas nicht klappt👍-Auch die kleinsten Erfolge, können uns zum Strahlen bringen🤩-geht zum Training auch wenn ihr keine Lust dadrauf habt, ihr werdet euch danach wie neu geboren fühlen🥰 ….vorausgesetzt ihr seid im richtigen Studio „Zwinker“😉













Liebe Megi, wir bedanken uns ganz herzlich dafür, dass du deine Reise zum Poledance und deine Gedanken dazu,

mit uns geteilt hast.

Wer noch mehr über Megi hören und sehen möchte kann ihr gerne bei Instagram (Megi Kott)

und Facebook unter (Megi Nevergiveup) folgen.

#2 mit Iris K


Eine sehr häufig gestellte Frage ist ob man im Alter X noch den Spagat lernen kann. Diese Frage lässt sich ganz leicht beantworten : Jaaaa, mit Fleiß und Disziplin kann dein Flexytraum zum Touchdown wahr werden.

Woher wir das wissen ? 

In den vergangenen Jahren durften wir viele Erfolge beobachten und den Weg dorthin begleiten..


Heute habe ich Iris bei mir und sie erzählt Euch wie sie zum Poledance gekommen ist und von  ihrem ersten Touchdown.

Viel Spaß beim Lesen.

 

Jasmine:

Hallo Iris, tausend Dank dafür, dass Du dir die Zeit nimmst und uns deine Geschichte erzählst. Magst du dich kurz vorstellen


Iris:

Gerne erzähle ich kurz etwas zu mir. Ich bin Iris, mein Ausweis behauptet ich sei 55 Jahre alt, habe zwei erwachsene Töchter und drei Enkel. Mein Vollzeitjob macht mir viel Spaß, fordert mich und ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Den Ausgleich zum Job geben mir meine Familie, Freunde und Freizeitgestaltung.

 

Jasmine:

Also das dieses Alter auf deinem Ausweis steht kann ich auch nicht glauben. Wahnsinn! Iris, sag mal kannst du dich noch an deine erste Poledancestunde erinnern? Und wie bist du zum Poledance gekommen ?


Iris:

Meine erste Poledance Stunde war eine Freundinnen Stunde, die ich mit meinen Töchtern bei dir Jasmine hatte – und Schwupps (!) war ich infiziert. Aus dieser Faszination heraus entstand der Wunsch, den ich mir zu meinem 50. Geburtstag erfüllte – eine Choreo mit denen zu erarbeiten, die in meinem Leben wichtig sind. Danke Jasmine, dass ich mir diesen Traum unter deiner Anleitung erfüllen konnte – es war und ist eine bleibende Erinnerung.

Wie ich zum Poledance kam – ich fand das, was ich in den sozialen Netzwerken gesehen habe beeindruckend und meine Tochter wusste von Dir, dass du als Trainerin arbeitest. So kam eine Idee auf, die wir weiter verfolgten.

 

Jasmine:

Ah ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Nachmittag.Was hat Dir am Poledance besonders gefallen ?


Iris:

Poledance ist ein Zusammenspiel aus Kondition, Körperbeherrschung, Körpergefühl, Selbstbeherrschung, Grenzen ausloten, an Grenzen stoßen und eigene Ziele setzen und erreichen, aber auch ganz viel Freude teilen. Poledance ist sowohl ein Einzelsport als auch ein Teamsport. Musik und Kraft, sowie Abwechslung und für jeden Schweregrad etwas als nächstes Ziel zu setzen, das macht für mich diesen Sport aus.


Jasmine:

Du bringst es auf den Punkt. Hattest /Hast du mit Vorurteilen zu kämpfen und wie gehst du damit um ?


Iris:

Natürlich gibt es immer noch Menschen, die Poledance mit Tabledance, ausziehen, Popo-Wackeln und Anrüchigem verbinden. Darüber lächle ich gerne und wenn es mein Gegenüber wert ist, erkläre ich gerne, was Poledance eben nicht ist. Bei vielen meiner Kontakte findet Poledance als anstrengender Sport, wohlwollendes Nicken und bewundernde Blicke, dass ich mich diesem Kraftakt verschrieben habe.


Jasmine:

Was hat Poledance mit Dir gemacht ? Konntest du Veränderungen wahrnehmen?


Iris:

Ich hatte Zeiten mit exzessiven Trainingswochen und mit krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Bei einem regelmäßigen Training, fühle ich mich wohl in meinem Körper und mein Geist wird in den Trainingseinheiten auf Poledance geschaltet und ich kann alles, was mich sonst in ein Gedanken-Karussell treibt, ausschalten. Meine Fitness habe ist steigern können, meine Blazer und Blusen sind an den Oberarmen zu eng geworden, … ja es hat sich Vieles verändert. In den Ausfallzeiten fehlte mir das Training, das Körpergefühl, das Abschalten und die Freude sowie die Poledance-Familie.

 

Jasmine:

Wie geht es dir nach einer Kursstunde?


Iris:

Aus einer Poledancestunde gehe ich positiv nach Hause – mein Körper fühlt sich energiegeladen und ich kann mich über einen Tiefschlaf und entspanntes Aufwachen freuen. Mit Poledance bin ich ausgeglichener im Alltag und nach einer Stunde kommt Vorfreude auf die nächste Stunde auf.


Jasmine:

Welchen Tipp würdest Du den Menschen geben, die bald ihre erste Schnupperstunde haben?


Iris:

Wenn man unvoreingenommen an diesen Sport herangeht, kann man mehr erreichen, als man sich zu Beginn zutraut. Wichtig ist, umzusetzen, was von Trainer*innen gesagt wird, zB. Warm-up, dehnen, Handhaltung, cool-down usw.).


Jasmine:

Liebe Iris, du hast während deiner Poledancereise auch das Stretching für Dich entdeckt. Was fasziniert Dich am Stretching ?


Iris:

In meiner Zeit, wo ich fast alles mitgenommen habe, was  mich meinem Körpergefühl näher gebracht hat, kamen auch Stretching Workshops dazu. Fürs Poledance und die Haltung mega wichtig. Fürs Selbstvertrauen einzigartig bestärkend. Wenn der Muskelkater nachlässt, in Muskelbereichen, wo mir nicht bewusst war, dass es dort Muskeln gibt, zieht ein wohliger, zufriedener Schauer durch die Adern. Das Stretching hat mich beeindruckt, vor allem, wie schnell der Körper auch dort lernt, Leistung zu bringen.


Jasmine:

Du bist eine wahnsinns Inspiration für dein Kursteilnehmer*innen , denn du hast mit viel Fleiß und Disziplin den Frontsplit/Spagat gelernt. Erzähl uns mehr davon.


Iris:

Autsch – wer mich kennt, weiß warum! In deinen vielseitigen Stretching Workshops kam auch irgendwann der Spagat … etwas, was ich immer können wollte, aber nie die richtige Anleitung hatte. Du und die Workshop Familie – ja es sind oft die selben Teilnehmer zusammen gekommen – habt mir den Mut und die Motivation geschenkt, dran zu bleiben, nie aufzugeben – auch nicht … jetzt kommt der Autsch Moment … als ich (gut aufgewärmt) versuchsweise einer anderen Teilnehmerin zeigen wollte, wie weit ich gekommen bin. Ja, es fehlte nicht mehr viel, aber Körperspannung lösen und Socken, war eine miserable Kombination. Die Socke sagte, „wir rutschen noch mal runter“ und ich bin aus einiger Höhe mit dem Sitzknochen auf dem Boden gelandet. Die nächsten Wochen habe ich höllische Schmerzen gehabt, aber ich habe weiter gemacht. Seit diesem Zeitpunkt immer ohne Socken, waren es viel Fleiß und eiserner Wille die mich motivierten. Als es dann die Spagat Challenge im Januar 2021 gab, hat mich mein Erfolg den Oversplit auf einer Seite und den Touchdown auf der anderen Seite zu schaffen, selber zu Tränen gerührt.


Jasmine:

Hast du noch sportliche Ziele die du gerne erreichen möchtest ?


Iris:

Mein Traum ist es immer noch, eine eigene „meine“ Choreo zu performen, die mich begleiten soll. Wenn ich die Musik höre, möchte ich erreichen, dass sich die Bewegungen wie selbstverständlich aneinander reihen in fließenden Bewegungen und einer schönen Abfolge von Figuren.


Jasmine:

Welchen Tipp möchtest du der Poledance Community noch mitgeben ?

Verzweiflung kann man in Motivation umsetzen. Polekisses verblassen und Schmerzen vergehen. Niemals aufgeben, Rückschläge, wie kein Halt, Kraftlosigkeit sind kein Grund, dem Teufelchen auf der Schulter nachzugeben – Zeigt dem Teufelchen die Stirn und stärkt dadurch euer Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

 

Tausend Dank für deine Zeit liebe Iris. Du hast eine beeindruckende Reise hinter dir und du bist ein riesengroßes Vorbild für viele Polerinas insbesondere für mich .


Ihr möchtet noch mehr über Iris erfahren ? Dann schaut doch mal bei Instagram vorbei dort findet ihr Iris unter dem Namen: SiriYoga66

 

 

 

#3 mit Anna L


Ihr Lieben, heute habe ich Anna bei mir auf der Couch sitzen, sie ist vor kurzem Mama geworden und ist trotz Mutterschaft dem Poledance treu geblieben. Vom Spagat zwischen Muttersein, Haushalt, Beruf und Metime( Poledance) erzählt sie uns heute.


Jasmine:

Hallo Anna, vielen Dank für deine Zeit. Erzähl und dochmal wer du bist und was du so machst!


Anna:

Hallo Jasmine, vielen lieben Dank das ich an Deinem Interview teilnehmen darf.

Ich bin Anna, 30 Jahre alt und seit einem Jahr stolze Mama einer so tollen Tochter 😍. Aktuell bin ich noch in Elternzeit, fange aber bald wieder Teilzeit an zu arbeiten. Darauf freue ich mich tatsächlich auch ein wenig wieder, bei einem Jahresabschluss ist definitiv mehr Struktur wie aktuell bei uns zu Hause 😂


Jasmine:

Du arbeitest selber auch als Jugendtrainerin, erzähl uns mehr davon


Anna.

In der Tanzgruppe die ich trainiere habe ich selbst vorher jahrelang getanzt und bin dann irgendwie in die Position der Trainerin gerutscht. Wir trainieren einmal die Woche das ganze Jahr über um uns auf Karneval vorzubereiten. Durch die Pandemie fällt nun leider auch die zweite Session für uns aus, das hält uns aber nicht vom Training ab. Wir arbeiten viel an der Choreografie, achten auf ausreichendes, ordentliches Stretching und manchmal auch auf ein wenig Spaß 😉 Ich muss gestehen, am liebsten höre ich es wenn mir am nächsten Tag gesagt wird das Muskelkater da ist oder ich schon während demnächst Workouts verflucht werde 😂😅




 












Jasmine:

Wann und wie kam bei dir der Wunsch auf Poledance einmal auszuprobieren?


Anna:

Bei einem wunderbaren CC Kinderumzug an Karneval, habe ich mit Jen darüber gesprochen das ich endlich wieder was für mich brauche, wo ich angeleitet werde und einfach trainieren kann. Sie hat mir dann vorgeschlagen Poledance zu versuchen und schwups hatte ich die erste Schnupperstunde bei Dir😊


Jasmine

Und wie war dann deine erste Poledancestunde?


Anna:

Ich erinnere mich noch genau daran das wir in der Stunde klettern sollten. Gott ich war so froh Kraft in den Armen zu haben 😂 Es war einfach eine vollkommen andere Sportart, die mich sofort gefesselt und fasziniert hat. Endlich hatte ich wieder was gefunden was vollen Körpereinsatz benötigt. Mein Mann sagte mir damals, dass er mich lange nicht so glücklich nach dem Sport gesehen hat, da wusste ich das ich meine Sportart gefunden habe, trotz der Schmerzen vom klettern und der Lady 😍


Jasmine

Ja dieser Glücksmoment nach dem Training ist einfach unbeschreiblich und macht süchtig! Du bist Mama einer zuckersüßen einjährigen Tochter. Hast du in der Schwangerschaft Poledance gemacht ?


Anna:

Oh vielen Dank 🥰😍

Nein, das habe ich tatsächlich nicht. Die Polestange stand an der Seite ab dem Zeitpunkt wo ich wusste ich bin schwanger. Allerdings habe ich alles an Stretching und Workouts bei Dir mitgenommen die möglich waren und bin sehr froh und dankbar das gemacht zu haben. Ab und zu habe ich tatsächlich mal versucht mich „nur“ an der Pole hoch zu ziehen, aber wow, da wurde mir erst einmal bewusst welche Muskeln alleine für das hochziehen benötigt werden und das es mit meiner Kugel einfach nicht möglich ist. Muskulatur anspannen ist mir einfach nicht möglich gewesen.




 


Jasmine:

Erzählt uns mal von deiner Zeit nach der Entbindung. Hast du Rückbildung gemacht? Wann hast du mit dem Poledance wieder angefangen?


Anna:

6 Wochen nach der Entbindung habe ich mit einem Rückbildungskurs angefangen und zweimal die Woche dafür trainiert. Meine Hebamme sagte mir damals das ich, schon vor der Schwangerschaft und auch in der Schwangerschaft, einen starken Beckenboden habe durch meinen ganzen Sport. Da war ich tatsächlich der Meinung der Rückbildungskurs ist easy und ich starte danach wieder total durch. Ich habe extrem unterschätzt das die, ähem die unteren Muskeln?😅😂, erstmal wieder aufgebaut werden müssen. Das hat wesentlich länger gedauert wie gedacht und bei der Kobra zum Beispiel habe ich es im Beckenboden gespürt, was ich vorher nie hatte.

Nachdem der Rückbildungskurs vorbei war, der ging auch ungefähr 6-8 Wochen, habe ich Dir sofort Bescheid gegeben um endlich wieder an die Pole zu können 😍🥰


Jasmi

Wie war die erste Poledancestunde nach der Schwangerschaft? Konntest du ein wenig abschalten oder warst du in den Gedanken bei deiner Maus?


Anna:

Ich bin sehr ehrlich, manche würden wahrscheinlich sagen oder denken wie kann sie sowas nur sagen, aber nein, ich habe nicht an meine Maus zu Hause gedacht. In der kompletten Zeit im Studio war ich vollkommen auf mich konzentriert und auf die Schmerzen 😂 Mein Gott ich hatte noch nie so schmerzen beim Training, Bindegewebe war dann also auch sehr beansprucht 😂 Es tat aber so unglaublich gut, einfach abschalten und für mich was machen. Das stärkt meine Nerven 😊

Aber sobald ich im Auto auf dem Rückweg war hab ich meinen Mann angerufen und gefragt was die Maus macht 🙈 da war ich sofort wieder im Mama Modus.



Jasmine:

Das ist so toll zu lesen. Sag mal Anna wie hat sich dein Leben durch das Poledance verändert ? Konntest du psychisch als auch physisch Veränderungen feststellen ?


Anna:

Durch Poledance habe ich angefangen zu lernen auf meinen Körper zu hören und auch herauszufinden was der Körper tatsächlich alles leisten kann. Durch Deine Art und Weise den Sport einem näher zu bringen, ist Poledance nicht nur ein Sport für mich geworden, sondern eine Lebenseinstellung. Du machst so deutlich das wirklich jeder Pole ausüben kann, jeder Körper toll ist und man sich für nichts schämen muss. Das sind einfach schon einige Dinge die ich durch Dich und das Poledance gelernt habe. Ich fühle mich teilweise wie ein Elefant an der Pole und zwei Sekunden später denke ich, ich bin eine Elfe 😁😂


Jasmine:

Awww, tausend Dank für so liebe Worte!  Also das mit der Elfe kann ich unterschreiben, das mit dem Elefanten definitiv nicht ! ;-)

Hast du deinen Lieblingstrick ? Und einen Trick den du unbedingt noch lernen möchtest ?


Anna:

Aktuell ist es tatsächlich der Butterfly 😍 Ohhh war gibt einige Tricks die ich gerne lernen würde. Mein Ziel ist der Handspring und das IronX. Außerdem gerne noch weitere Splitricks.


Jasmine

Was machst du an Tagen an denen du nicht so einen guten Halt hast?


Anna:

Da versuche ich sämtliche Tricks und Mittel die ich kenne um gut zu halten. Wenn aber wirklich nichts klappt schnappe ich mir meine Matte und es wird Stretching oder ein Workout gemacht.


Jasmine

Welchen Tipp möchtest du der Community mitgeben ? Vielleicht den Interessent*innen die sich bis jetzt noch nicht getraut haben diesen Sport auszuprobieren?


Anna:

Ich kann nur sagen „Probiert es aus“. Es ist wirklich so etwas für jeden und tut einem körperlich und mental einfach nur gut. Für das eigene Selbstbewusstsein einfach das beste was Du machen kannst 😊

Verzweifelt nicht wenn etwas nicht sofort klappt, die Kraft oder die Flexibilität noch nicht da ist. Es kommt und wird funktionieren 😊 und ohne eine Herausforderung wäre es doch langweilig 😉😎



Liebe Anna, vielen vielen Dank für deine Zeit. Wer noch mehr von Anna sehen möchte kann ihre Instagram Seite besuchen, dort heißt sie: polerina_anna



#4 mit Sandra

Bevor wir starten, möchte ich noch einmal erwähnen, dass alle Gesprächspartner*innen der Veröffentlichung zugestimmt haben, Ihnen gilt mein herzlicher Dank.


WICHTIG:

Jede*r kann in die Lage geraten, an Depressionen zu erkranken oder an Suzid zu denken. Nehmt diese Gedanken in jedem Fall ernst. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Du Hilfe benötigst. Zögere also nicht im Falle einer psychischen Krise Hilfe zu suchen.


HIER FINDEST DU HILFE

24 Stunden lang

0800 1110111


 

Jasmine
Hallo Sandra,

ich darf schon seit Jahren als Trainerin Teil deines Lebens sein und bin unendlich dankbar für dein Vertrauen. Ich kann gar nich in Worte fassen, wie mutig es ist, dass du zumindest einen Teil deiner Lebensgeschichte mit uns teilst.

Vielleicht magst du dich einmal kurz vorstellen?


Sandra

Ich bin Sandra Ziervogel, 35 Jahre alt und etwas verrückt ;) ich liebe Tiere und reise für mein leben gerne bin sehr kreativ


Jasmine:

Wie würdest du die letzten fünf Jahren beschreiben, magst du uns von
deinen Herausforderungen erzählen?


Sandra:

In den letzten fünf Jahren hatte ich mit vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen. Ich bin 12 mal an diversen Stellen meines Körpers operiert worden und habe sehr lange mit einer sehr schweren Depression zu kämpfen gehabt und teilweise auch immer noch.

Außerdem habe ich in den letzten Jahren viel über Suizid nachgedacht, würde es aber niemals tun, da ich das meinen Eltern und meinen Großeltern niemals antun könnte. Miitlerweile weiß ich dank einer Therapie, das Leben wieder zu schätzen. 

Seit zwei Jahren bin ich auch zweifache Hundemami, was mir sehr viel Kraft gibt und mich aufbaut.


Jasmine:

Und deine beiden Hunde sind soooo goldig.

Wann hast du mit Poledance angefangen und in wie weit hat dir der
Sport geholfen, mit deinen Schicksalschlägen umzugehen?


Sandra

Ich glaube, ich habe mit dem Pole Dance 2015 angefangen? Jedoch mit sehr vielen Unterbrechungen, da ich ja immer wieder operiert worden bin und danach dann quasi wieder bei Null angefangen habe. In den operationsbedingten Sportpausen habe ich viel an Gewicht zugelegt und damit dann ebenfalls zu kämpfen gehabt. Pole Dance ist für mich der einzige Sport wo ich gelernt habe, meinen Körper wieder zu spüren!  Zusätzlich habe ich wieder Freude empfunden, was in der Zeit der Depression eigentlich unmöglich war.

 

Jasmine:

Da müsste ich tatsächlich in den Unterlagen schauen aber 2015 kann hinkommen.

Du bist so eine starke Frau. Woher nimmst du deine Kraft, wer oder
was inspiriert dich ?


Sandra:

Zum einem inspiriert mich unsere Trainerin Jasmine (also Du), die niemals aufgibt und immer kämpft, und zum anderen definitiv mein Papa. Er ist Extremsportler und war schon immer mein Superheld. Die Kraft kommt von den schönen Momente die man im Leben erleben darf.


Jasmine: Oh dieser letzte Satz, damit hast du so Recht. Da fällt mir ein schöner Spruch zu ein: Sei in guten Zeiten dankbar und in schlechten Zeiten geduldig.

Lass uns noch ein wenig über Poledance sprechen? Static oder Spinning ?


Sandra:

Definitiv Spinning aber nicht zu schnell ;-)


Jasmine:

Hast du Lieblingstricks?


Sandra:

Die Human Flag, den Kopfstand und den Superman (da ich ihn endlich kann ❤)





Jasmine:

Was hast du für Ziele in 2022?


Sandra:

Alles Schlechte hinter mir zu lassen. Außerdem möchte ich anfangen auf mein Herz zu hören. Und vielleicht endlich noch beweglicher in der Hüfte zu werden.


Jasmine:

Was würdest du unserer Community raten, wenn Sie mit dem Gedanken
spielen mit dem Poledance anzufangen?


Sandra:

Ich würde ihnen raten, es einfach einmal auszuprobieren! Wenn ihr mit dem Gedanken spielt damit anzufangen, einfach anmelden.. Es ist wirklich eine bewußtseinsänderende Erfahrung. Am Anfang denkt man immer, dass schaffe ich nie aber man sieht so schnell Erfolge und es ist gerade als Frau eine absolut tolle Erfahrung sich wahrzunehmen und seine eigenen Grenzen besser kennen zu lernen. Man geht meistens nach dem Training mit einem dicken Lächeln auf dem Gesicht nach Hause und ist einfach glücklich.

Jasmine ich bin dir so unendlich dankbar für alles. Auch, dass du immer an mich geglaubt hast und nie aufgeben hast.


Liebe Sandra , was soll ich sagen..... du bist der Beweis dafür, dass nicht nur Superhelden Superkräfte haben. Und mit diesem Interview konntest du vielleicht den/die  ein oder anderen Leser*in motvieren, sich bei ähnlichen Problemen Hilfe zu holen. Durch so mutige Menschen wie Du es bist, machst du die Welt zu einem besseren Ort. 

Tausend Dank für dein Vertrauen welches Du mir als Trainerin schon seit so vielen Jahren schenkst.

Ach und um auf deinen Dank zurückzukommen: Dank nicht mi , dank deinem Körper <3